Die Vogelsberger "Amis" siegen nach Stechen

Ryder-Cup in Sickendorf

Normalerweise hätte im Jahr 2018 das dritte Ryder-Cup-Turnier in Sickendorf parallel zum gleichlautenden Wettkampf zwischen Europa und den USA in Paris stattfinden sollen. Allerdings verhinderten einige andere Termine dessen Austragung im heimischen Vogelsberg. Nach einer Idee des ehemaligen Lauterbachers Oli Henningsen traten schon im Jahr 2014 zwei einheimische Teams in ähnlicher Spielform gegeneinander an, um in dieser golfintensiven Zeit nicht ausschließlich vor der Glotze zu hängen und Kartoffelprodukte in sich zu stopfen. In 2016 wurde diese Spielform erfolgreich wiederholt und in diesem Jahr – gendergerecht parallel zum Erdteilwettkampf der Damen, dem sogenannten Solheim-Cup im schottischen Gleneagles – etwas zeitverzögert fortgesetzt.

Am Samstag begannen die angetretenen 24 Spieler mit den klassischen Lochspiel-Vierern, der Urform des Teamwettkampfes, in der jeweils zwei Spieler gegen zwei Spieler der gegnerischen Mannschaft abwechselnd den Ball ins Loch treiben und das Team mit den wenigsten Schlägen den Lochgewinn für sich verzeichnen kann.

Ohne Berücksichtigung des Handikaps der einzelnen Spieler wurden die Teams zusammengestellt und – wie im großen Ryder-Cup-Vorbild – auf eine Teamliste gesetzt. Beide Teamlisten wurden dann nebeneinander gelegt und dann spielten die beiden ersten Paarungen gegeneinander, dann die zweiten und so weiter.

Nach Tag eins hatten die Europäer unter Teamcaptain Holger Marx die Nase mit 3,5 zu 1,5 zunächst einmal klar vorne. Insbesondere das Team Opa Rudi und sein elfjähriger Enkel Luis Erben wussten zu begeistern, da sie nach Loch 16 bereits zwei Löcher hinten lagen, diese aber vor allem am letzten Loch mit einem tollen letzten Putt, den Luis aus respektabler Entfernung eiskalt versenkte, wieder wett machten. Aber die „US-Amerikaner“ unter Brigitte Hesseldieck wussten, dass erst am Sonntag, an dem noch zwölf Punkte zu vergeben waren, die Messen endgültig gelesen wurden.

Am Sonntag gab es dann gleich in der Anfangsphase die vorentscheidenden Matches, die allesamt durch die „US-Boys“ gewonnen werden konnten: Youngster Till Marx hielt sich lange hervorragend gegen den einzigen Singlehandikapper des Turniers, Jörg Dahmer, der an den beiden ersten Bahnen jeweils einen Strafschlag zu verzeichnen hatte und erst an den letzten Löchern den Sack mit „zwei auf“ zumachen konnte. Peter Becker torpedierte seinen ersten Abschlag auf Bahn eins über Bahn achtzehn auf Bahn neun, verlor mit dem zweiten Schlag seinen Ball und Loch eins und konnte einem herausragend aufspielenden Rainer Fugmann auch insgesamt nicht Paroli bieten. Anne Schweisgut blieb mit Ihren Schlägen – entgegen dem Vorgehen anderer Golfer – immer auf der Bahn und verwies Wolfgang Frings in seine Schranken. So stand es nach vier Flights schon ausgeglichen 4,5 zu 4,5, nachdem sich Turnierorganisator Michael Weigand bereits am Vortag im ersten Einzel einem noch gut spielenden Peter Becker geschlagen geben musste. Nach allen Einzeln stand es am Ende 8,5 zu 8,5 und es wurde zwischen den Teamcaptains, die sich in einem engen Fight ebenfalls den Punkt teilten, vereinbart, das siegreiche Team durch einen Puttwettbewerb der Einzel-Flights festzustellen. Hier, auf dem Grün des letzten Lochs, machten die „Amis“ kurzen Prozess und schickten die trostlosen Europäer mit „vier auf“ auf den Heimweg. Eigentlich gegen alle Regeln, denn die Damen aus Europa rangen zur gleichen Zeit in einem ebenfalls begeisternden Match die US-Amerikanerinnen nieder.

Für die ausgelobten Sonderpreise hatten Hildegund und Norbert Jäger, die im letzten Jahr als begeisterte Golfer über die gesamte Zeit in Paris den Ryder-Cup vor Ort verfolgen durften, einige sehr schöne Accessoires mit dem Ryder-Cup-Logo erstanden und zum Lauterbacher Teamwettbewerb gespendet. Ihnen ist ebenso zu danken wie Isa und Michael Weigand, Brigitte Hesseldieck und Holger Marx, die nicht nur für die nicht einfache Organisation sondern auch das Schmücken jedes Abschlags mit Flaggen, das Backen von Kuchen zur Halfway sowie den Sektempfang an jedem Turniertag verantwortlich zeigten.

Das wichtigste: allen Teilnehmern hat es gefallen und dieses Ereignis Lauterbacher Gemeinschaftssports schreit nach Wiederholung im nächsten Jahr, wenn in Whistling Straits Golf Course, Wisconsin, in den Vereinigten Staaten die Profis an den Start gehen, nach Fortsetzung. Dann wollen die Lauterbacher Europäer den Pott wieder in den Vogelsberg holen. Bis dahin muss allerdings noch ein wenig am Nervenkostüm gebastelt werden. 

 

 

 

 

Freitag, 18.10.2019

Netstar After Work Golf Cup

Beginn: 15.00 Uhr

 

Wir haben Sommergrüns

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Montag geschlossen

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GC Lauterbach e. V.