Clubmeisterschaften finden würdige Sieger!

Die Lauterbacher Clubmeisterschaften im Golf begannen an einem der heißesten und – für die Spieler – anstrengendsten Tage des Jahres 2019. Sowohl die Herren unter als auch die Herren im Alter über 50 starteten bereits am Samstag, um den ersten von zwei Spiel- und Wertungstagen im Modus Zählspiel durchzuführen. Im Zählspiel muss jedes Loch zu Ende gespielt werden und erst dann wird – entgegen der Stableford-Variante – von der Gesamtschlagzahl die Vorgabe zur Berechnung eines Netto-Ergebnisses abgezogen. Aber den Top-Golfer interessiert eigentlich nur sein Brutto-Ergebnis, also die tatsächliche Schlagzahl nach einer Runde.

Dabei überraschte mit Adolf Rathschlag einer der über 50-jährigen mit einer phänomenalen Runde von 76 Schlägen und damit dem mit Abstand besten Ergebnis des Tages. Da konnten die Herren um Henning Hocke und den amtierenden Clubmeister Günter Föller nach 80 bzw. 82 Schlägen noch nicht mithalten. Auch Klaus Bodenstein kam ihnen nahe und landete eine gute 85. Der Lauterbacher und in mehreren Disziplinen erfolgreiche „elder sportsman“ hätte sogar bei der Altersklasse (AK) 60/65 mitspielen können, wollte aber die Chance auf zwei aufeinanderfolgende Golfrunden nicht missen und meldete daher in der AK 50.

Am Sonntag durften dann – bei moderaten Temperaturen um 22 Grad Celsius und einigen stärkeren Windböen - auch noch die Damen, die Junioren sowie die Senioreninnen und Senioren in der AK 60/65 gemeinsam mit den Samstagsstartern auf die Runde gehen.

Bei den Junioren siegte Jungtalent Till Marx nach hervorragenden 93 Schlägen und einer Handikapverbesserung von 19,2 auf 18,8. Nach den ersten neun Löchern hatte es noch nach einer sehr viel besseren Runde ausgesehen, aber auf der zweiten Hälfte des Platzes musste auch er – wie so viele an diesem Tag – der nachlassenden Konzentration einen kleinen Tribut zollen und sich mit einem um fünf Schläge höheren Ergebnis zufrieden geben. Der Zweite, Luis Erben, konnte nach 113 Schlägen ganz zufrieden sein, denn Zählspiel ist nun einmal eine besonders schwere Spielform, in der kein einziger Fehler verziehen wird. Dafür war die Bestätigung seines Handikaps von schon tollen 32,5 eine gute Leistung. Der Dritte, Chris Marvin Schübeler, spielte entgegen der Norm auf den hinteren neun Löchern deutlich besser als auf der vielfach als leichter angesehenen vorderen Hälfte des Platzes. Ihm scheinen die langen Löcher mehr zu liegen und sicherlich sorgte auch ein ganzes Stück Anfangsnervosität für seinen Start von 63 Schlägen gegenüber der  sehr guten 57 „hinten heraus“. Wie auch bei seinen Mitstreitern festzustellen, wächst hier ein Golftalent heran. Dran bleiben ist wichtig!

Die Seniorinnen, deren Altersklasse keinesfalls nach dem äußeren Anschein erkennbar ist und auch nicht verraten wird, mussten früh auf den Platz und im Anschluss noch länger auf Ihre Ehegatten im Clubhaus warten. Hanne Visse spielte wie ein Uhrwerk auf beiden Halbrunden 49 Schläge und bestätigte ihr Handikap mit 74 Nettoschlägen. Die Zweite, Gabriele Medikusz tat es ihr fast nach und ließ den 55 auf den ersten Neun trotz einer 10 auf Bahn 14 – einem elendslangen Par 4 – auf der zweiten Hälfte eine 54 folgen: Handikapbestätigung! Edith Rösler folgte dem Trend und tat sich auf den zweiten neun Löchern etwas schwerer, aber ihre 111 Schläge bedeuteten immerhin den dritten Rang vor Edith Rathschlag, die am Samstag ihren Gatten feiern musste und erst auf den letzten Löchern der zweiten Platzhälfte mit Par, Bogey, Bogey in den berühmten „Flow“ kam. In der Nettowertung kam es zur gleichen Reihenfolge, weshalb diese keine nähere Erwähnung findet.

Die Senioren in der AK 60/65 schlugen sich wacker und lieferten zu Hauf Ergebnisse unter Hundert. Vorne lagen zwei Golfer aus dem Ostteil des Landkreises Marburg-Biedenkopf, wo die Lauterbacher einen großen Teil ihres „Senioren-Nachwuchses“ akquirieren. Der Niederkleiner Helmut Jüngst – als leichter Favorit in den Tag gestartet – war zwar mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden, weil er neben vier Pars leider auch fünf Doppelbogeys fabrizierte. Aber seine 92 war dann am Ende des Tages mit 92 Schlägen auch nicht so schlecht. Immerhin reichte sie, um den Stadtallendorfer Reinhard Wiltschek nach seinen 95 Schlägen auf Distanz zu halten. Harald Würz musste sich ihm mit nur einem Schlag auf Platz drei geschlagen geben. Netto siegte Günter Rösler knapp im Stechen vor Wiltschek. Beide durften sich nach jeweils 71 Nettoschlägen über eine Handikapverbesserung freuen. Rösler optimierte von 22,6 auf 22,2 und Wiltschek rutschte von 20,4 sogar auf 20,0. Norbert Jäger auf Rang Drei erspielte sich 73 Nettoschläge und bestätigte sein Handikap.

Die Herren AK 50 schlugen sich am zweiten Tag nicht schlechter als an Tag eins.  Auch wenn Adolf Rathschlag nach immer noch tollen 83 Schlägen und Klaus Bodenstein nach einer 94 ihre  sehr guten bis guten Ergebnisse vom Vortag nicht halten konnten, verbesserten sich doch mehr als die Hälfte der angetretenen mittelalterlichen Herren. Rathschlag siegte mit dem zweitbesten Ergebnis aller Golfer und 159 Schlägen mit zwanzig Schlägen Vorsprung auf Klaus Bodenstein, der nach seiner 179 knapp vor dem sehr konstant spielenden Michael Knoth nach dessen 181 blieb. In der Nettowertung siegte Jens Schweisguth mit einer Gesamtschlagzahl von 134 (!). Dabei verbesserte er an beiden Tagen seine Vorgabe, wobei er am Sonntag mit 91 Schlägen die beste Runde seines bisherigen Golferlebens spielte. Nachdem er mit Handikap 24,5 startete, darf er jetzt die Vorgabe 20,5 führen. Ein phänomenales Ergebnis, besonders im Zählspiel! Adolf Rathschlag folgte auf Rang zwei, nachdem er am Samstag sein Handikap von 9,1 auf 7,7 optimiert hatte. Präsident Uwe Heinbach durfte sich selbst ehren und am Samstag sein Handikap von 17,2 auf 17,0 verbessern. Allerdings kam am Sonntag ein Zehntelpunkt wieder oben drauf, was ihn nicht davon abhielt – mit Unterstützung seiner Gattin Sabine - eine sehr launige und souveräne Siegerehrung durchzuführen.

Bei den Damen musste sich Brigitte Hesseldieck in den letzten Jahren immer wieder solchen Ausnahmegolferinnen wie Stella Cope, geborene Reitz oder Jacqueline Balzer geschlagen geben. Am Sonntag endlich gelang ihr der Coup ihres Golferlebens, den dem langjährigen  Vorstandsmitglied sicherlich auch alle Lauterbacher Golferinnen und Golfer in hohem Maß gegönnt haben: Brigitte wurde - trotz kleinerer Wackler auf den zweiten neun Löchern – verdiente Clubmeisterin nach 94 Schlägen! Anne Schweisguth als Zweite nach 100 Schlägen und Sabine Heinbach nach 105 Schlägen folgten auf den Plätzen. Die Nettowertung dominierte Hildegund Jäger nach einem Birdie auf Bahn drei und tollen 68 Nettoversuchen! Sie tritt nach Handikap 33 im nächsten Turnier mit 31,0 an! Sabine Heinbach auf Rang zwei und Petra Jäger auf Rang drei bestätigten Ihr Handikap und kamen nach ansprechenden Leistungen aufs Treppchen. Brigitte Hesseldieck lobte in ihrer Bruttorede die hervorragende Organisation durch Sabine und Uwe Heinbach an der Spitze sowie deren Unterstützung durch den Starter Dietmar Hantke und das Sekretariat in Person von Audra Klatt.

Bei den Herren konnte Mitfavorit Henning Hocke erst am Schlusstag den Sack zumachen. Am Samstag hatte er noch knapp mit zwei Schlägen Vorsprung auf Titelverteidiger Günter Völler geführt. Am Sonntag spielte er eine hervorragende 75, die gleichzeitig die beste Leistung des Wochenendes darstellte. Herausragend sein Eagle auf Bahn 9, wo er nach einem phänomenalen Drive von über dreihundert Meter die Bahn herunter den zweiten Ball an die Fahne spielte und zur Drei einlochten konnte. Mit Birdies geizte er, denn er spielte auf 36 Löchern nur ein einziges. Dafür spielte er vor allem am Sonntag sehr gleichmäßig und lochte zwölfmal zum Par bei einem Eagle und fünf Bogeys. Günter Föller bleib ein bisschen auch hinter seinen eigenen Erwartungen zurück, wobei er am Samstag noch recht gleichmäßig Pars und Bogeys auf die Scorekarte verteilte, am Sonntag neben drei Birdies aber an Bahn zwölf, dem unangenehmsten Par 5 der Runde, auch mit einer Neun ein Quadrupel-Bogey notieren musste. Auf Rang Drei lieferte Jörg Dahmer vor allem am heißen Samstag eine für sich selbst indiskutable Runde nach 88 Schlägen ab, die bessere 84 am Sonntag sicherte Rang Drei. Auch im Netto siegten die beiden Bruttosieger in der gleichen Reihenfolge. Hier reihte sich Koushik Biswas nach einem guten zweiten Tag und insgesamt 151 Nettoversuchen auf Rang drei ein.

Die Bruttorede war ein würdiger Abschluss des sportlichen Teils der diesjährigen Clubmeisterschaften. Der Neu-Lauterbacher und neue Clubmeister Henning Hocke erklärte darin, dass ihm in Lauterbach vor allem die Mentalität und Freundlichkeit der Menschen gefalle und dafür Sorge tragen, dass er den Clubwechsel nicht bereut habe. Aber er sei auch ein bisschen überrascht über seinen Erfolg, denn in den letzten Turnieren habe er bei der Siegerehrung immer Günter Föller passieren lassen müssen, den er als Mensch und Spieler sehr schätze.

 

Dienstag, 17.09.2019

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GC Lauterbach e. V.