Günter Föller, Christiane Schmaler und Rainer Visse sind Clubmeister 2018

Ausschließlich die Herren bis zum Alter von 65 Jahren gingen bereits am Samstag auf Ihre erste Golfrunde, bei der sich das Wetter nahezu optimal präsentierte. Von Beginn an gestaltete sich ein Vierkampf an der Spitze, in dem sich Jörg Dahmer nach 78 Schlägen mit einem Schlag vor Günter Föller und deren zwei vor Adolf Rathschlag sowie Thomas Schilling, der eine 84 spielte, behaupten konnte.

Am Sonntag war es deutlich kälter, kurze Hosen huschten als Beinkleider kaum noch über die Fairways und der frische Wind ließ den einen Drive oder die andere Annäherung Überraschendes mit sich veranstalten. Dazu kam, dass die Fahnen an Orten auf den Grüns steckten, die der gemeine Golfer im Rahmen seiner alltäglichen Runden nie betreten und schon gar nie anspielen würde oder könnte. Pro Martin Dvorak hatte wohl in der Nacht vor dem abschließenden Sonntag von den PGA-Turnieren auf seinem Prager Heimatplatz geträumt,  ehe er – anscheinend knapp vor dem eigenen Erwachen - frühmorgens die Flaggenlöcher neu bohrte. Martin möge dem Verfasser dieser Zeilen die leichte Ironie bei gleichzeitiger Anerkennung seiner tollen Arbeit in Lauterbach verzeihen,  aber so mancher Spieler hat am Sonntag mehr Zeit in Bunkern vor zu kurz gesteckten Fahnen als am Abend auf dem heimischen Sofa verbracht.

Die Herren spielten zunächst weiter wie gewohnt, ehe sich Jörg Dahmer an Loch vier nach drei missratenen Sicherheitsabschlägen selbst aus der Fassung brachte. Nicht allein das Lochergebnis von sieben Schlägen auf dem Par vier - nachdem der zweite Abschlag dann doch gefunden werden konnte - sondern die Auswirkungen einer solchen Fehlertrilogie auf die Psyche warfen ihn fast völlig aus der Bahn.

Thomas Schilling spielte – wenn auch nicht den eigenen Ansprüchen entsprechend – mit zweimal 84 zumindest konstant und belegte am Ende Rang drei. Adolf Rathschlag war nach herausragenden 80 Schlägen an Tag eins und 87 Schlägen an Tag zwei mit ein paar Doppelbogeys zu viel aber insgesamt sehr zufrieden mit seinem Auftritt und Platz zwei in der Gesamtwertung.

Günter Föller erlaubte sich an beiden Tagen keinerlei Ausreißer, spielte einige wenige Bogeys und Birdies und konnte nach 79 und 77 Schlägen durch Präsident Uwe Heinbach zum Clubmeister gekrönt werden. Übrigens zum zweiten Mal nach 2002.

Zu erwähnen sind in jedem Fall noch ein paar tolle Nettorunden, allen voran Micha Platt, der am Samstag nach 59 Netto-Schlägen seine Spielvorgabe um sagenhafte 13 Schläge unterspielte. Zu erwähnen sind auch die 67 von Michael Weigand und die 68-er-Runden von Adolf Rathschlag und Till Marx, der als Zwölfjähriger bei den Herren mitspielte und allenfalls mit seinem tollen Schwung auffiel. Ansonsten stand er den älteren Mitspielern in keinem Fall nach und rückte Papa Holger in der Gesamt- Nettowertung nahe auf den Pelz. Natürlich wurde er nach dieser Leistung zum besten jugendlichen Golfer Lauterbachs gekürt.

Bei den Damen konnte Brigitte Hesseldieck nicht an ihre gute Form der letzten Wochen anknüpfen. Auf den ersten neun Löchern kam sie überhaupt nicht in ihr Spiel und verzweifelte fast an der Flut der gespielten Doppelbogeys, ehe sie sich auf den hinteren neun Loch ein bisschen beruhigte und zumindest am einen oder anderen Loch zeigen konnte, was wirklich in ihr steckt. Nach Stechen kam Anne Schweisguth hinter Hesseldieck auf einen guten dritten Platz. Nach einem tollen Golfjahr mit vielen Unterspielungen konnte sie mit ihrem Pufferresultat von 75 Nettoschlägen sehr zufrieden sein.

Nicht zu besiegen an diesem Tag war Christiane Schmaler, die an Loch drei mit einem Birdie gleich einmal die Konkurrenz von ihrem Können überzeugte und – im Gegensatz zu Brigitte Hesseldieck - eher auf den hinteren neun Löchern noch etwas einbrach. Aber insgesamt reichte es, wenn auch sicherlich viel mehr drin war. Vielleicht auch ein bisschen die Folge der Anreise aus Nordhessen, die sich wegen  einer defekten Motorkühlung schwierig gestaltete und gerade so noch den rechtzeitigen Start zuließ. Sabine Helm-Kruse konnte die Damen-Netto-Wertung für sich entscheiden.

Die Senioren ab 65 Jahren rechneten eigentlich mit Helmut Jüngst als neuem Clubmeister, trat er doch mit dem besten Handikap von 12,7 an. Und nach ansprechenden ersten neun Löchern krönte er an dem Par drei des Lochs elf seine Leistung mit einem Hole-in-One, dass er im Anschluss an das Turnier mit einer sehr großen Runde Sekt feierte! An Loch Zwölf spielte er dann im Überschwang der Gefühle eine glatte Neun! Danach fing er sich zwar wieder nervenstark, aber durch den Aussetzer verlor er den Wettbewerb um den Sieg ganz knapp nach 88 Schlägen. Rainer Visse dagegen wuchs am Sonntag über sich hinaus und knallte eine 87 Brutto auf den Platz, die gleichzeitig auch acht Schläge unter seiner Spielvorgabe bedeuteten. Auf den ersten sieben Löchern war ihm nach drei Doppelbogeys noch eine leichte Unsicherheit anzumerken, aber dann spielte er überaus konstant und gut und reihte Bogey an Bogey, unterbrochen vom einen oder anderen Par. So war ihm der Sieg an diesem Sonntag nicht zu nehmen. Auf Rang drei der Bruttoliste kam Norbert Ostermöller ganz knapp vor seiner Mitbewohnerin und Lebensgefährtin Christa Meier ins Clubhaus, so dass es auch hier am heimischen Wohnzimmertisch keinen Zweifel über den Hosenträger geben dürfte.

Hans-Jürgen Grösch setzte in der Nettoliste nach 63 (!) Nettoschlägen dem schon herausragenden Ergebnis von Rainer Visse noch einen drauf! Nach den ersten neun Löchern lag er schon fast uneinholbar in Führung ehe er auf den hinteren Bahnen noch ein bisschen schluderte aber am Ende hochverdient gewann.

Weil die Lauterbacher in diesem Jahr wieder einmal eine positive Anzahl von Neumitgliedern empfangen konnten, wurde erstmals der „Beginner-Cup“ für Golfeinsteiger parallel zu den Clubmeisterschaften ausgespielt, was bei allen sehr gut ankam. Am Samstag wurden zuerst die hinteren neun Bahnen gespielt, bevor dann am Sonntag das Turnier mit den vorderen Neun abgeschlossen wurde. Jan-Philipp Sachs gelang mit sieben Punkten die beste Bruttorunde und eine Verbesserung seiner Vorgabe von 48 auf 37. Nettobeste war Edith Rathschlag in ihrem ersten richtigen Turnier. Nach 45 Nettopunkten freute sie sich sehr über die spannende Atmosphäre im Wettbewerb, ihre tolle Flightpartnerin und das neue Handikap von 35,0.  Wie das mal so ist in angenehmen Flights kam Mitspielerin Petra Ludwig nach sehr guten 42 Punkten gleich hinter Edith Rathschlag auf Rang zwei und ein neues Handikap von 42,0. Chris Marvin Schübeler erzielte 39 Punkte und verbesserte sich auf 45,0, knapp vor Walter Schüttler, der am ersten Tag auf den schwierigeren ersten neun Loch noch aussichtsreich vorne gelegen hatte, aber an Tag zwei nicht ganz an die Leistung des Vortags anknüpfen konnte. Trotzdem wird auch er zum nächsten Turnier mit einem besseren Handikap von 46 antreten.

Clubmeister Günter Föller bedankte sich in seiner Siegeransprache nicht nur bei seinen angenehmen Flightpartnern und der durchweg fairen und freundschaftlichen Auseinandersetzung, sondern auch dafür, dass wirklich alle Spielerinnen und Spieler aller Wertungen bis zum Schluss ausharrten, um den letzten Flight zu begrüßen, den gezeigten Leistungen  den gebührenden Applaus zu zollen und dem Sieger zu gratulieren. Ein schöner Abschluss einer überaus gelungenen Veranstaltung.

 

 

 

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GC Lauterbach e. V.