Golfclub Lauterbach e.V. Schloss Sickendorf
Golfclub Lauterbach e.V. Schloss Sickendorf

Jörg Dahmer spielt eine Fabelrunde auf einer tollen Clubmeisterschaft

Die Lauterbacher Clubmeisterschaften starteten für die angetretenen Herrn bereits am Samstag, da diese Entscheidung traditionsgemäß in mindestens zwei Wochenendrunden ausgespielt wird. Schon früh tummelten sich am Samstag die Golfer auf der Driving-Range, dem golferischen Übungsgelände, um den richtigen Schwundrhythmus zu finden und sich auf dem Übungsgrün der richtigen Puttgeschwindigkeit anzunähern.

Ab 11:00 Uhr ging es dann auf die Runde und so mancher, mit Hoffnungen gestartete , niedrige Handikapper musste seine Ambitionen bereits nach dem ersten, dem schwierigsten Loch der Lauterbacher Golfanlage, begraben. Welcher Golfer kennt das nicht: Auf der Range hat sich alles wunschgemäß entwickelt und die Erwartungen steigen mit jedem Schritt in Richtung erstem Abschlag und dann haut man einen hin wie noch nie, versenkt seinen Ball in einem der – genau dazu dienenden – Teiche, die das Fairway vor Bällen schützen oder befindet sich nach dem zweiten Versuch immer noch hinter dem Damenabschlag. Auch das ist Golf und bei einem Zählspiel, wie zur Clubmeisterschaft ausgeschrieben, darf man dann noch nicht einmal das Loch beenden und streichen sondern muss die begonnene Katstrophe bis zum bitteren Ende ertragen. So mancher Spieler musste schon früh im Turnier nach einem zweistelligen Ergebnis auf dem Par vier der Bahn Eins davon überzeugt werden, dass ein Ausstieg und die damit verbundene Disqualifikation keine gangbare Alternative ist und diese Erfahrungen eben zum Sport gehören und der gemeine Golfer daran wachsen muss.

Nicht unbedingt schon nach Bahn Eins, aber nach dem ersten Spieltag stand der Lauterbacher Clubmeister der Herren bereits so gut wie in Stein gemeißelt:  Jörg Dahmer, angetreten mit der niedrigsten Vorgabe von 5,2 reihte Par an Par , versetzt mit einigen Birdies und lag nach 13 Bahnen bereits drei unter dem Platzstandard, ein Ergebnis, dass so manchem Profi zur Ehre gereicht hätte. Der Wind auf den dann folgenden, langen Bahnen der hinteren Neun kostete Ihn noch zwei Schläge, aber die ins Clubhaus gebrachte 71 und damit ein Ergebnis von einem Schlag unter Par wurde in Lauterbach  von einem Amateur noch nie gespielt. Matthias Malangré, zweiter nach Runde eins, spielte eine sehr gute 80 und blieb damit neun Schläge hinter Jörg Dahmer. Seine Vorgabe verbesserte Malangré  dabei von 9,5 auf 8,9 und Dahmer gelang die Verbesserung auf 4,2, eine Vorgabe die in Deutschland nur weniger als 1 % aller Golfer erreichen!

Der zweite Tag der Lauterbacher Clubmeisterschaften beginnt traditionsgemäß mit den Konkurrenzen der Damen, der Seniorinnen und Senioren und mit den Junioren, die in die Herrenflights „eingebaut“ wurden, eine Idee, die von beiden Seiten als hilfreich und angenehm aufgenommen wurde.

Das Wetter war sehr viel ruhiger als am Vortag und die Sonne erwärmte die morgens noch bei ca. 11 Grad startenden Golferinnen und Golfer über den Tag.

Neu in diesem Jahr war die Durchführung eines Neun-Loch-Turniers für die Golfeinsteiger*innen in Lauterbach. Hier konnten diese – oftmals zum ersten Mal im Golferleben – die aufregende Atmosphäre eines echten Wettbewerbs kennenlernen um dann im nächsten Jahr in die „echten“ Clubmeisterschaften einzusteigen. Hier siegte Tanja Schübeler nach 22 Nettopunkten vor Silke Marx und Andrea Jüngst. Tanja Schübeler konnte sogar Ihr Handikap deutlich von 49 auf 45 verbessern. Eine gute Leistung nach nur neun, dafür aber sehr aufregenden  Löchern.

Bei den Seniorinnen war Christa Meyer nicht zu schlagen. Sie blieb als einzige „unter Hundert“, brachte mit guten 95 Schlägen auch ihr Handikap ins Clubhaus, und siegte vor Gabriele Medikusz und Susanne Haberzettel, wobei auch Erstgenannte ihre Vorgabe bestätigen konnte.

Bei den Senioren blieb Favorit Helmut Jüngst ein bisschen auf der Strecke. Er startete nervös mit einem Triplebogey und fing sich auf der ersten Halbrunde eigentlich wieder, ehe er auf den ersten Löchern der zweiten Neun wieder Nerven zeigte und viele Schläge zur 97 verlor. Er selbst hatte sich jedenfalls eine niedrigeres Ergebnis vorgenommen. Kim Eui-Hwan würde nie zugeben, er habe gut gespielt. Auf den ersten Neun wechselten auch bei ihm einmal Triplebogey mit Par oder gar Birdie, wie auf Bahn drei, aber auf den längeren zweiten Neun verlor er insgesamt nur sechs Schläge und wurde nach einer 91 zum souveränen Seniorenclubmeister ausgerufen. Immerhin verbesserte er dabei sogar sein Handikap von 17,0 auf 16,7. Dritter wurde nach seiner 98 Harald Würz, der damit ebenso unter Hundert blieb wie Peter Medikusz und Rainer Visse jeweils einen Schlag dahinter.

Die Damen spielten wie immer in entspannten Flights und nach außen ohne große Konkurrenzgedanken, aber trotzdem muss sich auch bei ihnen eine gewisse Nervosität breit gemacht haben, denn bis auf Svenja Schmidt konnte keine Dame ihr Handikap spielen. Svenja wurde damit Vierte hinter der neuen Clubmeisterin Brigitte Hesseldieck nach 96, Anne Schweisgut nach 98 und Sylvia Bornowski nach 99 Versuchen.

Bei den Junioren blieben die beiden Lauterbacher Ausnahmetalente Till Marx und Luis Erben unter sich und zeigten ihr Können: Beide unterspielten Ihre Vorgabe und Till darf nach dem Start mit einer 18,1 das nächste Mal mit Vorgabe 16,6 ran und Luis rutschte nach seiner 25,6 jetzt auf 24,8. Eine tolle Leistung, die Vorbereitung auf die Clubmeisterschaft hat sich gelohnt und Juniorenmeister Till Marx hat in Luis Erben einen ernsthaften Herausforderer für das nächste Jahr gewonnen. In diesem Jahr lagen noch elf Schläge zwischen Tills herausragender 89 und Luis nicht minder guten 100 Schlägen. Beide haben aber Potential zu noch sehr viel besseren Runden.

Die Herren starteten zum Abschluss und Jörg Dahmer hatte sich vorgenommen, nach seiner Fabelrunde eine entspannte 85 zu spielen. So schlug er hauptsächlich mit seinen Eisen ab und reihte – nach etwas nervösem Beginn auf der Eins Par an Par, durchsetzt mit wenigen Bogeys, bevor ihn an Bahn Acht ein Triplebogey etwas aus der Ruhe brachte und nach einer 43 vor allem Adolf Ratschlag, der eine sehr gute 39 auf den Platz zauberte, plötzlich wieder hoffen ließ. Aber Jörg Dahmer blieb entspannt, spielte auf den langen zweiten Neun ausgeglichen ohne jeden Ausreißer und erfüllte zielgenau seine Vorgabe von 85 Schlägen, die dann auch schlussendlich die beste Runde des zweiten Tages blieb. Mathias Malangré wurde nach seinen 166 Gesamtschlägen und zehn (!) Schlägen Rückstand auf Dahmer verdienter Zweiter vor Adolf Ratschlag mit 172 Schlägen. Bleibt noch zu erwähnen, dass sich Micha Platt am zweiten Tag als einziger Herr nach seinen 69 Nettoversuchen von Handikap 18,0 auf 17, 1 verbessern konnte. Allen anderen war ein solches Nervenkostüm leider nicht vergönnt.

Für das nächste Jahr bleibt zu wünschen, dass sich noch sehr viel mehr Damen und Herren aller Altersklassen für eine Teilnahme an den Clubmeisterschaften bereit erklären. Natürlich kann nicht jede( r) Clubmeister werden. Aber als Mitglied und bei ausreichenden gesundheitlichen Voraussetzungen sollte das Mitspielen Ehrensache sein. Zum Abschluss den verdienten Clubmeisterinnen und –meistern zu gratulieren und zu applaudieren muss zu einem gesunden Clubleben dazu gehören!

 

 

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